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Friedensinitiative Hersfeld-Rotenburg
Unser nächstes Treffen:
Mittwoch, 9. Oktober 2019
18:30 Uhr im Buchcafe
Aktuelles:
Aktion Friedlicher Hessentag - unsere Position

veröffentlicht am 14.02.2019 um 20:40:29

Lullusstadt, Kurstadt, Festspiel-, Hessentags- und Friedensstadt:

Bad Hersfeld

Lullus aus Malmesbury, das war der Gründer unserer Stadt - nach Bad Hersfeld als Kurstadt kommen Menschen, die Ruhe, Frieden und Entspannung suchen.
Festspiele sind seit vielen Jahren unser kulturelles Highlight, so wird schon dieses Jahr zum zweiten Mal hintereinander wegen des übergroßen, begeisterten Erfolgs bei den Zuschauern das Friedens- und Antikriegs-Musical HAIR aufgeführt.

Und so ist dieses Jahr Bad Hersfeld nicht nur Friedens-, sondern auch 

Hessentagsstadt

Wir, die Friedensinitiative Hersfeld-Rotenburg wollen bei diesem Fest mit dem Umzug in den Frieden ziehen und beständig darauf hinweisen:

Frieden geht!

Zudem möchten wir klar machen, dass Frieden nicht durch Drohungen, sondern vor allem durch Diplomatie und gegenseitige Vereinbarungen herzustellen ist!
Auch zur Bundeswehr suchen wir mit Gesprächen und kritischem Dialog Kontakt; keinesfalls wollen wir den Hessentag stören. In Gesprächen möchten wir aber unter anderem die Rolle eines Soldaten herausfinden mit all seinen Aufgaben, Anforderungen und Risiken.

Also nochmals unser Motto:

Frieden geht! und mit unserem Beitrag ziehen wir in den Frieden!


Sigmar Gleiser

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Die Friedensinitiative Hersfeld-Rotenburg beteiligt sich an der Aktion "Friedlicher Hessentag".

Spätestens seit dem Interview für die Hersfelder Zeitung und dem im Anschluss am 23. Januar gedruckten Artikel dazu, ist eine öffentliche Diskussion um diese Aktion aufgekommen.
Dabei wurde deutlich, dass unsere Intentionen und unsere Botschaft nicht von Jedem verstanden wurden und unbegründete Ängste bestehen.

Die Aktion "Friedlicher Hessentag" ist ein breites Bündnis von Organisationen, die sich in der Friedensbewegung engagieren. Die Friedensinitiative Bad Hersfeld ist nur ein Teil davon. 
So wie auch die Bundeswehr schon lange auf dem Hessentag präsentiert wird, sind auch die diesjährigen Proteste dagegen keine Neuheit.

Das Aktionsbündnis wurde im Januar ins Leben gerufen und es war Konsens, dass die Aktion sich gegen lediglich zwei Dinge richten soll:

  1. Das Auftreten der Bundeswehr auf Volksfesten
  2. Das Werben der Bundeswehr bei Minderjährigen

Dabei wollen wir keineswegs den Hessentag stören oder die festliche Stimmung gefährden. Vielmehr wollen wir Aufmerksamkeit und Sensibilität für ein ernsthaftes Thema erzeugen. Eltern, Pädagogen und Bürger sollen darüber nachdenken, ob es sinnvoll ist, wenn Kinder und Jugendliche eine Kriegswaffen-Schau besuchen.
Keineswegs unser Thema auf dem Hessentag ist die Existenz der Bundeswehr - hierzu gibt es auch in der Friedensbewegung durchaus unterschiedliche Meinungen.

Bezugnehmend auf die Reaktionen der Herren Koch und Lübeck sei ein persönlicher Kommentar meinerseits erlaubt:
Wie die Bundeswehr ist zum Glück auch die Friedensbewegung ein gewachsener Teil der Gesellschaft. Die Sinnhaftigkeit eines Militärs, seiner Auslandseinsätze trotz verfassungsgemäßer Pflicht des Einsatzes unseres Landes für den Frieden darf dennoch auch in der Öffentlichkeit diskutiert werden. Wenn man nicht zusehen will, wie das "Rechts des Stärkeren obsiegt", muss man das Militär abschaffen. Denn Militär setzt genau das durch: Die Position des Stärkeren. 
Will man das Recht  obsiegen" lassen, braucht man Justiz, will man Konflikte lösen, braucht man Diplomatie.
Ob Militär dennoch benötigt wird, solange es keine international anerkannte Justiz der UN gibt, ist eine andere Frage. Man sollte sich aber immer bewusst sein, dass beide Seiten eines Konfliktes sich in den allermeisten Fällen im Recht wähnen. 
Im Übrigen frage ich mich auch, wie viele Rettungskräfte, Feuerwehrmänner und THWler wir auch nur von der Hälfte des Militär-Etats bezahlen und dann auch für Katastrophenschutz und nicht fürs Töten ausbilden könnten...

Zuletzt ein Hinweis auf die kommende Kreistagssitzung:
Am Montag, 25. Februar 2019 wird um 14:30 Uhr unter anderem über Anträge der CDU einerseits und der Linken andererseits bzgl. der Präsenz der Bundeswehr entschieden. Die Sitzung ist öffentlich und findet im Audimax der Obersbergschulen statt.


Lucas Sichardt

Themen: Sonstiges